Wo sind die digitalen Chefs?

Die digitale Revolution ist im vollem Gange und konfrontiert Konzerne sowie Mittelständler mit neuen Herausforderungen. Doch die wenigsten bündeln ihre digitale Verantwortung in der Hand eines starken Managers im Form eines Chief Digital Officers, der auch im Vorstand bzw. in der Geschäftsführung sitzt. Dieses Verhalten verschleppt den digitalen Wandel und kann folgenschwere Konsequenzen für die Unternehmen haben.

Die Digitalisierung verändert nicht nur Produkte und Geschäftsmodelle, sie zieht auch tiefgreifende Umbauten in der Struktur der Unternehmen nach sich. Digitalisierung ist nicht greifbar. Deshalb ist es umso wichtiger, dass es einen Menschen im Unternehmen gibt, der das Zukunftsthema verkörpert!

Doch nur jeder siebte Digitalchef berichtet an den Vorstandschef, neun Prozent an den operativen Vorstand und elf Prozent an andere Vorstände. So berichtet das Handelsblatt in seiner heutigen Online-Ausgabe: Zum Artikel


ReCap Trust Customer Conference 2015

Bjoern Radde at Trust Customer Conference Ich hatte letzte Woche kurz die Möglichkeit, an der diesjährigen Trust International Customer Conference in Wiesbaden teilzunehmen.

Neben den üblichen Supportern der Konferenz wie zum Beispiel TrustYou, Duetto oder auch Nor1 war dieses Jahr auch Okanda auf der Bühne vertreten und konnte Insights aus dem Meeting-Markt und das innovative Buchungsportal Okanda.com für Meetings vorstellen. Auf Okanda.com können erstmals Meetings wirklich online gebucht werden und somit heben wir uns vom Wettbewerb ab!

Sehr inspirierend fande ich jedoch auch die Session “Trust listen to you”: Trust International fragt wirklich seine Kunden, wo ihre Bedürfnisse und Wünsche an eine Weiterentwicklung des Systems bzw. des Unternehmens liegen. Somit bewies Trust für mich wieder einmal, dass “Kundenorientierung” nicht nur eine leere Worthülse darstellen muss sondern auch gelebt werden kann.

Ich freue mich schon auf die nächste Konferenz, auf der ich dann hoffentlich wieder zu 100% dabei sein kann. Ebenso freue mich mich über eine potentielle Zusammenarbeit zwischen den beiden innovativen Unternehmen Trust und Okanda.

(Foto: Björn Radde – Okanda – und Olaf Slater – Trust International – )


Björn Radde als Speaker beim HSMA eMarketing Day

Björn Radde als Speaker beim HSMA eMarketing DayVom 22. bis zum 23. März 2015 fand der 7. HSMA eMarketing Day in der In-Location beach38° in München statt und ich hatte die Möglichkeit, über das “Thema Real Time Advertising” als effektives Online-Marketing-Instrument für die Hotellerie  zu referieren.

Hierbei konnte ich den knapp 300 Teilnehmern auch Okanda.com und die Chancen für den Meeting-Markt präsentieren. Neben der Diskussion zum Vortrag konnte ich auch viele neue Kontakte in der Branche knüpfen und mein Netzwerk erweitern.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal beim HSMA bedanken: http://www.hsma.de/emd15

 


Beitrag im Conference & Incentive Management Magazin

Bjoern Radde im CIMDigitalisierung ist auch der Schlüssel für mehr Wachstum und Nachhaltigkeit in der Meeting- und Eventbranche. Zum Thema “Digitalisierung im Meeting Markt” wurden im Conference & Incentive Management Magazin ein paar meiner Gedanken abgedruckt.

Hierzu zählt unter anderem, dass Event-Teilnehmer zukünftig Zusatzinformationen über ihr Smartphone zum Referenten erhalten können, indem sie lediglich die Kamera in Richtung Bühne halten. Augmented Reality in der Meeting-Branche ist hier das Schlagwort.

Ein weiterer Trend ist das Ticketing via Smartwatches. In Zukunft benötigt der Event-Teilnehmer kein Papier-Ticket mehr. Auch der QR-Code auf seinem Handy wird der Vergangenheit angehören. Die Tickets werden bequem mit der Smartwatch aufgerufen.

Der vollständige Artikel in der CIM ist in englischer Sprache hier nachzulesen: http://digimagazin.cimunity.com/epaper-GCB_1_2015/index.html#/40


Internationale Tourismus Börse Berlin

Björn Radde auf der ITBAm 4. März war es wieder so weit: die Internationale Tourismus Börse (ITB) in Berlin hat ihre Tore geöffnet und empfing ca. 175.000 Besucher an fünf Tagen. Aber warum geht ein E-Commerce-Fuzzi wie ich auf eine Tourismus Börse?

Die Antwort ist einfach: Die ITB hat sehr eindrucksvoll unter Beweis stellen können, welchen bedeutenden Stellenwert der persönliche Austausch und die Begegnung von Menschen aus aller Welt für eine Industrie hat, die zunehmend von der Digitalisierung geprägt wird.

Zu beobachtende Trends auf der ITB waren auch, dass das Buchen von Reisen über mobile Endgeräte einer der Megatrends ist und zur Selbstverständlichkeit wird. Aber auch vor den Hotels machen die digitalen Trends nicht halt: Hotelschlüssel werden immer häufiger durch Funktionen auf Smartphones ersetzt. Außerdem diskutierten zahlreiche Experten die neusten Entwicklungen im digitalen Marketing, in Social Media und bei den Mobile Travel Services in der eTravel World.

Der Hauptgrund meiner Anwesenheit auf der ITB war jedoch natürlich, dass wir mit der Okanda AG einen Stand hatten und unser innovatives Portal dem Fachpublikum vorgestellt haben. Gleichzeitig zum ITB-Start ist auch unsere Webseite Okanda.com online gegangen und wir hatten die Gelegenheit, in einer Pressekonferenz den Vertretern der Fachpresse das Portal zu präsentieren.


Smartwatch-Tickets auf dem Vormarsch

Gemeinsam mit Sony hat Vueling eine Ticket-App für Smartwatches entwickelt. Xing hat gemeinsam mit Eventbase auf der LeWeb 2014 Konferenz in Paris ihr erstes Smart-Watch-Ticket vorgestellt. Offenbar arbeiten auch Iberia und Air Berlin an ähnlichen Smartwatch-Apps.

Auch beim französische TGV kann zukünftig das Zugticket gebucht werden und die Bahngäste erhalten 20 Minuten vor Abfahrt alle relevanten Information (Sitzplatzzuweisung und Ticket-Code) auf Ihre Smartwatch.

In der Airline-Branche sowie in der Event- und Hotelbranche steigt das Interesse und vor allem der Einsatz von Wearable-Technologien, um den Kunden einen neuen Service zu bieten und Markenerlebnisse zu generieren. Durch Smartwatches könnten viele Unternehmen schnellen und personalisierten Zugang zu ihren Kunden erhalten.

 


Internet of Things wird Chefsache

Während allerorts und in vielen Unternehmen die Notwenigkeit des Chief Digital Officers postuliert wird, geht ParStream weiter und prophezeit den Aufstieg des Chief IOT Officers.

In der nahen Vergangenheit bedeutete E-Business eine Transformation in den Unternehmen und die daraus folgenden Positionen wie zum Beispiel die Implementierung eines Vice President E-Business oder Vice President Digital.

Ein ähnliche Herausforderung wird das Internet der Dinge mit sich bringen und auch hier gilt es, Prozesse und Technologien zu integrieren bzw. anzupassen. Der Chief IOT Officer soll hierbei die betroffenen Unternehmensfunktionen identifizieren und das Unternehmen auf die Möglichkeiten und Herausforderungen vorbereiten.

Mehr dazu unter: http://yhoo.it/1x2pkIT

Ich teile zwar die Meinung von ParStream, dass Unternehmen sich auf IOT vorbereiten müssen. Denke aber, dass dies auch eine Aufgabe des Chief Digital Officers sein wird und seine Position insofern in den kommenden Jahren noch wichtiger wird.


Das Paradigma der “Einfachen Hotelbuchung”

Den Buchungsprozess so kurz und einfach wie möglich zu halten, ist der beste Weg die Conversion-Rate auf der eigenen Webseite zu optimieren. Denn die eigentliche Definition einer Conversion-Rate lautet:

Conversion-Rate = Bedarf – Probleme

Aber in Wirklichkeit sind die Online-Buchungsprozesse von den Hotels weder einfach noch kurz!

Der Fragen-Marathon

Fast alle Hotelketten oder einzelne Hotels bitten ihre Gäste in der Regel um die folgenden Angaben während des Buchungsprozesses:

Anrede, Vorname, Nachname, Straße und Hausnummer, Postleitzahl, Land oder Staat, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Kreditkarte bzw. Zahlungsinformationen.

Viele der Hotels fordern zusätzlich auch die folgenden Informationen bei einer Online-Buchung von ihren Gästen:

Loyality- bzw. Kunden-Nummer, Buchung im Namen von jemand anderem, Mobilfunk-Nummer, Aktionscode, Gutschein-Code, Name der Firma, Rechnungsanschrift, etwaige Sonderwünsche und natürlich die Frage nach dem Newsletter-Abonnement.

Zusätzlich möchten die Hotels natürlich gerne Gastprofile generieren, um noch mehr über ihre Gäste zu erfahren und sie zu binden. So werden die willigen Bucher auch gebeten, ein Nutzer-Konto zu erstellen. Statt einfach nur eine Buchung durchzuführen, muss der Gast sich nun Gedanken über ein sicheres Passwort machen.

Im schlimmsten Fall verlässt der potentielle Gast den Buchungsprozess komplett frustriert, weil eine Fehlermeldung ihm signalisiert, dass er vergessen hat die Anrede auszuwählen und nun leider wieder jedes einzelne Feld des Buchungsschritts ausgefüllt werden muss.

Der Bucher ist ein Mensch

Im Allgemeinen ist es nicht wirklich schwer, den Buchungsprozess zu optimieren. Die Conversion-Rate zu optimieren bedeutet, sich einem Sachverhalt klar zu werden: Vor dem Bildschirm befindet sich eine Person die überprüft, ob sich der Aufwand lohnt, ein Formular auszufüllen oder nicht. Somit existiert eine einfache Kosten-Nutzen-Analyse!

Wenn über Kosten und Nutzen gesprochen wird, muss man sich der Tatsache bewusst sein, dass das menschliche Gehirn die Begriffe “Kosten” und “Nutzen” auf einer emotionalen Ebene mit “Schmerz” und “Belohnung” übersetzt (siehe hierzu auch André Morys). Eine weitere Tatsache ist, dass potenzieller Schmerz doppelt so schwer wiegt, wie die Aussicht auf Belohnung. Die Optimierung der Conversion-Rate hat also viel mit dem Wissen über Nutzer-Motivation und -Wahrnehmung sowie verhaltenswissenschaftlichen Grundlagen zu tun.

So wenige Fragen wie möglich stellen

Jede optionale Frage muss weggelassen werden. Aber auch bei den obligatorischen Informationsangaben stellt sich die Frage der Notwendigkeit. Das Paradigma einer “Einfachen Hotelbuchung” postuliert hierbei, dass nur eine E-Mail-Adresse und die Zahlungsinformationen (gerne mit verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten) notwendig sind! Jede andere Informationen kann auch nach der Buchung oder später an der Hotel-Rezeption abverlangt werden. Jede Aufforderung nach weiteren Informationen könnte als zusätzlicher Service dargestellt werden, um den Gast individuell zu behandeln, auf seine Bedürfnisse gesondert einzugehen oder ihm den Prozess im Hotel zu vereinfachen.

Ein kurzer Buchungsprozess impliziert, dass alles bei dem ausgewählten Hotel wirklich alles einfach ist. Der Gast steht im Mittelpunkt und auch der gesamte Aufenhalt im Hotel wird reibungslos funktionieren.

Zusammenfassung

Wenn Hotels ihre Conversion-Rate auf ihrer eigenen Webseite erhöhen wollen, sollten sie dem provokativen – aber innovativen Paradigma einer einfachen Hotelbuchung folgen:

Einfache Buchung = E-Mail-Adresse + Zahlungsinformation

Vielleicht sehen wir in Zukunft verstärkt kurze Buchungsprozesse, wenn mehr Hotels den Mut aufbringen es einfach zu versuchen.

 


Chief Digital Officer gesucht

Eigentlich ist es inzwischen bei fast allen Unternehmen angekommen, dass sie um die digitale Transformation nicht mehr herumkommen. Leider existiert jedoch in vielen Unternehmen keine klare und zentrale Digital-Strategie. Dwight Cribb – Geschäftsführer der gleichnamigen Personalberatung –  hat hierzu eine klare Meinung: Es liegt am Vorstand der Unternehmen und den Mangel eines Chief Digital Officers.

In deutschen Führungsetagen ist ein Chief Digital Officer jedoch noch nicht oft zu finden. Im Zuge der digitalen Transformation wird sich das ändern müssen. Ein Chief Digital Officer treibt alle digitalen Themen im Unternehmen voran und bemüht sich, die Mitarbeiter mitzunehmen. Ein Job, der neben der Kenntnis über digitalen Themen wie “E-Commerce”, “Online Marketing” und IT insbesondere Mut und Überzeugungskraft erfordert.

Die digitale Transformation

“Echte digitale Transformation bringt grundlegende Veränderungen für das Unternehmen und die Führungsebene. Sie muss sich bewusst werden, wie sich Welt, Konsumenten und ihre Wertschöpfungskette verändern und die richtigen Schritte einleiten”, erläutert Dwight Cribb.

Mehr dazu im Blog von Dwight Cribb: http://www.cribb.de/blog/jedes-unternehmen-braucht-digital-vorstand/


Virtual und Augmented Reality

Virtual Reality sowie Augmented Reality sind derzeit wohl die größten und wichtigsten technologischen Themen, die uns in den nächsten Jahren oder gar Jahrzehnten intensiv beschäftigen werden!

Nicht nur seit den frühesten Science-Fiction-Filmen, in denen Hologramm-Technologien als Kommunikationsmittel verwendet wurden, sind wir alle davon fasziniert Dinge in einen Raum zu bringen und zu sehen, die eigentlich gar nicht da sind.

Ein ähnliches Ziel verfolgt auch das Entwicklerteam des US-Startups Magic Leap und deren Ansatz ist derart spannend, dass namhafte Konzerne nun 542 Millionen US-Dollar Venture Capital in das Unternehmen investiert haben. http://bit.ly/10v2Xgb

Einsatzbereiche in der Hotellerie

Während meiner Zeit bei der Steigenberger Hotels AG sind mir viele Einsatzgebiete von Augmented Reality eingefallen, die sich hervorragend eigenen um einen echten Mehrwert in der Hotellerie zu schaffen!

  1. Hotel-Suche: Mit einem Smartphone können potentielle Gäste sehen, in welche Richtung sie gehen müssen, um das nächstgelegene Hotel zu finden.
  2. Hotel-Buchung: Wenn potentielle Gäste ihr Smartphone auf das Hotel-Gebäude richten, kann ihnen die günstige Rate des Hotels und die Verfügbarkeit angezeigt werden. Der Gast kann dann direkt über sein Smartphone ein Zimmer buchen.
  3. Hotel Check-in: Wenn die Technologie insgesamt weiter fortgeschritten ist, kann der Frontdesk-Mitarbeiter an der Rezeption mit einer Google-Brille ausgestattet werden und via Face-Recognition sehen, wer vor ihm steht und einchecken möchte. Die Brille liefert dem Hotel-Mitarbeiter entweder Informationen aus dem Social Web oder aus der hoteleigenen CRM-Datenbank, um den Gast individuell anzusprechen und seinen individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.
  4. Hotel Indoor-Navigation: Sobald der Gast sein Zimmer zugewiesen bekommen hat, kann er via seinem Smartphone einem virtuellen Buttler folgen. Dieser Buttler bringt den Gast zu seinem Zimmer, so dass ein Gast zielgerichtet durch das Hotel geleitet wird. Die Indoor-Navigation kann ebenso genutzt werden, um den Spa-Bereich aufzusuchen oder in das hoteleigene Restaurant geführt zu werden.
  5. Hotel-Zimmer: Im Hotelzimmer kann der Gast sich mittels Augmented Reality die Klima-Anlage erklären lassen (was insbesondere bei ausländischen Gästen einen echten Mehrwert darstellen kann) oder sich durch das Smartphone anzeigen lassen, wo sich die nächste freie Steckdose oder der Master-Schalter für das Licht befindet.
  6. Hotel-Restaurant: Bei einem Restaurant-Besuch kann Augmented Reality wertvolle zusätzliche Informationen zum gereichten Wein liefern. Oder dem Gast anzeigen, wie viel Kalorien seine Speise hat bzw. welche genauen Bestandteile sich im Essen befinden. Bei etwaigen Allergien kann ein Warnhinweis erscheinen.
  7. Hotel-Werbung: Zukünftig können Hotels Flyer oder Kataloge zu ihren Leistungen senden und potentielle Gäste erhalten mit Hilfe von Augmented Reality zusätzliche Informationen auf ihrem Smartphone oder Tablet angezeigt. Der viel postulierte aber kaum genutzte QR-Code wird somit nach und nach aus der Kommunikation verschwinden.

Wenn all diese Möglichkeiten von einem Hotel oder einer Hotelkette ausgeschöpft würden, ensteht ein unglaublicher Wettbewerbsvorteil und das Unternehmen würde davon bzgl. Image und letztendlich Umsatz profitieren!


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